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01
Jan
Wpl Moudon
DATUM NOCH OFFEN Ausbildung IVP / BLS / Tourniquet

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Jan
Wpl Airolo
DATUM NOCH OFFEN Ausbildung IVP / BLS / Tourniquet

Im zweiten Zentralkurs des Jahres ging es darum, die Ausbildungsverantwortlichen der Sektionen zu befähigen, Anwender am Sturmgewehr 90 oder an der Pistole 75 auszubilden. Insgesamt 23 Mitglieder aus den Unteroffiziersvereinen aus der ganzen Schweiz sind bei Rekordtemperaturen auf dem Waffenplatz Sand zu dieser Prüfung angetreten – mit Erfolg.

Das Aussenthermometer zeigt an diesem Samstagmorgen, 29.06.2019, kurz vor 0900 schon knapp 24 Grad an, angekündigt sind bis zu 35 Grad. Nichts desto trotz haben 23 Mitglieder diverser UOV Sektionen heute den Waffenplatz Sand der Badi vorgezogen.

Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, bunt gemischt aus den unterschiedlichsten Waffengattungen sind heute hier, um das Ausbildnerbrevet Stufe 2 zu erlangen. Am 13. April dieses Jahres hat der C Ausb des SUOV (bis 15.05.2019), Oberst Jens Haasper, den 1. Zentralkurs durchgeführt und die Teilnehmer auf den heutigen Prüfungstag vorbereitet. Das ist auch der Grund, weshalb heute er als Übungsleiter auf Platz ist und nicht sein Nachfolger, adj EM Vincent Andrey. 

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Erste Hürde «Schulbank»

Pünktlich um 0900 meldet Oblt Simon Näpflin die Teilnehmer Oberst Haasper. Aufgeteilt in zwei Gruppen, Sturmgewehr 90 und Pistole 75, ging es anschliessend erstmal in die Theoriesäle. Dort galt es einen Theorietest zu bestreiten. Gefragt waren Waffenkenntnis und Sicherheitsvorschriften. Auf diese legt Haasper grössten Wert. Immer wieder betont er an diesem Tag: «Die Sicherheitsvorschriften sind jederzeit einzuhalten!» Fast genau soviel Wert legt er auf den Grundsatz «Vormachen, mitmachen, nachmachen». «Ein Ausbildner hat eine Vorbildfunktion inne. Das müssen sich alle bewusst sein.» Dazu gehört für ihn auch anwendergerechtes Ausbilden.

Nach 15 Minuten werden die Fragebögen eingesammelt und gemeinsam verschieben die Teilnehmer in Richtung KD-Boxen. Diese müssen die Teilnehmer selber für ihre Lektionen einrichten. Auch das gehört zu den Aufgaben eines Ausbilders. 

Sanitätsposten, Munitionsdepot, Materialdepot – alles wird nach Vorschrift aufgebaut, die Schiessfahnen aufgehängt und die Plakate, welche die Teilnehmer eigens für diesen Tag vorbereitet haben, finden ebenfalls ihren Platz. «Ich habe allen den gleichen Vorbereitungsauftrag gegeben», sagt Haasper und zeigt sich zufrieden mit dem Gesehenen: «Das Resultat ist sehr gut» einziges B-Moll: «Die sektionsinterne Unterstützung dürfte noch besser werden.

Einmal eingerichtet, geht es an die Repetition der Grundhandhabung der Waffe: Persönliche Sicherheitskontrolle, korrektes Laden und Entladen, Störungsbehebungen etc...

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Auf Herz und Nieren geprüft

Die Sonne brennt in die KD-Boxen. Im Schatten stehen rund 30 Liter Wasser bereit für die Teilnehmer. «Trinken Sie genug», ermahnt Haasper die Soldaten immer wieder. Niemand will, dass die bereitgestellte Sanitätsbare am heutigen Tag zum Einsatz kommt.

Das Mittagessen im Restaurant Bären haben sich alle redlich verdient. Im Schatten der Bäume stärkt man sich mit Suppe, Fleisch vom Grill und Salat. So gestärkt geht es ab 1300 ans Eingemachte.

Jeder Teilnehmer erhält die Gelegenheit, eine Ausbildungssequenz durchzuführen. Stets unter der Beobachtung des Übungsleiters und den beiden Ausbildnern der Ausbildungssektion Ost, Oblt Simon Näpflin und Wm Phillip Ruppli. «Ich bin froh und dankbar, kann ich auf die Unterstützung unserer Ausbildungssektionen zählen», betont Haasper. Alleine sei das nicht bewältigbar und schon gar nicht in so kurzer Zeit.

Akribisch notieren die drei alles, was sie sehen und legen dabei die Schwerpunkte auf Methodik, Didaktik und Technik. Nach absolvierter Lektion bespricht der Übungsleiter die Lektion mit dem Prüfling, verteilt Lob, macht Verbesserungsvorschläge und gibt Tipps. Tipps, welche die Teilnehmer gerne entgegennehmen. «Ich wollte in deine Gruppe, weil ich weiss, dass du streng bist», betont etwa Hptfw Philipp Felber vom Militärverein Grenchen gegenüber Haasper.

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Auch das Aufräumen gehört dazu

Nachdem alle ihre Lektionen absolviert haben, ist es aber noch nicht fertig. «Das Erstellen des Schiessplatzes sowie der Parkdienst an der Waffe gehören ebenso zum Job des Ausbildners, wie das Ausbilden selber.» Und so packen alle fleissig mit an. Ganz besonders in diesen Momenten kommt die Kameradschaft zum Tragen. Eine Tatsache, die auch Meinrad Ruoss vom UOV Zürcher Oberland sehr schätzt. «Hier bin ich unter Gleichgesinnten und kann Ausbildungen absolvieren, die ich im zivilen Leben nicht kann.»

Den Abschluss bildet der Parkdienst an der Waffe. Auseinandernehmen, reinigen, fetten und wieder zusammensetzen. Im Schatten der überdachten PD-Tische ziehen die Teilnehmer Bilanz über die beiden Kurstage. «Für mich war die Erarbeitung der Lektionenblätter die grösste Herausforderung», sagt etwa Fachof Bruno Christen, Präsident des UOV Affoltern und Mitglied des erweiterten Vorstands des KUOV ZH&SH. Ähnlich erging es Hptfw Felber, der gerne etwas mehr Zeit für die Vorbereitung gehabt hätte. «Die beiden Ausbildungstage waren streng, aber sehr lehrreich.» 

Fachof Christen sagt weiter: «Ich wollte mal sehen, was einem in so einem Kurs geboten wird, damit ich ihn guten Gewissens unserem Nachwuchs empfehlen kann.» Er habe bereits nach dem ersten Kurs drei Interessenten gewinnen können.

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Einig sind sich am Ende des Tages alle Teilnehmer: Es waren lehrreiche Tage, arbeitsreiche Tage aber auch Tage, an denen man neue Kameraden gewinnen konnte. Und schliesslich hat sich der ganze Schweiss auch gelohnt. Voller Stolz kann der Übungsleiter am Ende des Tages verkünden: «Alle Teilnehmer haben bestanden!» Als letzte Amtshandlung und als Ausdruck des Respekts gegenüber allen, die freiwillig da sind, zieht der ehemalige Ausbildungschef seinen Mutz vor der versammelten Mannschaft. «Danke, dass Sie hier waren, dass Sie so viel Einsatz gezeigt haben und für unsere Sache einstehen.»

Dann entlässt er die 23 neuen Ausbildner in ihren wohlverdienten Feierabend.

Moni Bregy
C Komm SUOV

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