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VVSUOV / FVASSO

Neue Berichte aus dem Bundeshaus

Auswertungsbericht zur Strategischen Führungsübung 2009

Bern, 18.06.2010 - Der Bundesrat hat Kenntnis vom Bericht zur Strategischen Führungsübung genommen, die am 19. und 20. November 2009 stattgefunden hatte.

 

Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der Übung hat er eine Reihe von Massnahmen angeordnet, damit bei einem Engpass in der Stromversorgung die Abläufe, Aufgaben und Zuständigkeiten in Zukunft klarer geregelt sind.

Am 19. und 20. November 2009 nahmen der Bundesrat und die Bundesverwaltung an einer strategischen Führungsübung teil. Die Stäbe und die Führungsorgane der Departemente und Ämter mussten sich mit den Auswirkungen einer mehrmonatigen Strommangellage auseinandersetzen, die durch einen grossräumigen Stromausfall noch zusätzlich verschärft wurde. Der Stromausfall markierte den Beginn der Übung. Vor diesem Hintergrund mussten die Behörden eine mehrmonatige Einschränkung des Stromverbrauchs planen und die entsprechenden Massnahmen an einer ausserordentlichen Sitzung des (Übungs-)Bundesrats genehmigen lassen. Die Übung zeigte, dass die Krisenstäbe der Departemente und Ämter grundsätzlich gut funktionieren.

Für die Auswertung der Übung wurden verschiedene Ansätze verfolgt. Einerseits wurde die Übung von Beobachterinnen und Beobachtern an den verschiedenen Standorten verfolgt, andererseits fanden in den darauffolgenden Wochen mit den beteiligten Krisenstäben Debriefings statt. Auch der Kontaktstab gab seine Einschätzung ab; er war der Übungsleitung angegliedert und setzte sich aus Mitgliedern der eidgenössischen Räte zusammen sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der Kantone, der Wirtschaft und der Medien. Ihr Auftrag war, die Übungsumwelt möglichst realistisch darzustellen. Die zwei Bundesämter, die am stärksten von der Krisensituation betroffen waren - das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung und das Bundesamt für Energie - befassten sich mit den technischen Aspekten der geplanten Massnahmen.

Dank der verschiedenen Ansätze in der Übungsauswertung konnten die Bundesverwaltung und der Bundesrat zahlreiche Lehren aus der Übung ziehen. Eine erste Schwierigkeit war, sich nicht nur auf die operativen Auswirkungen des Stromausfalls, sondern vielmehr auch auf die strategische Dimension (Umgang mit der Mangellage) zu konzentrieren. Weitere Probleme waren die Wahl des Koordinationsorgans, dessen Durchhaltevermögen über eine längere Zeit sowie die Tatsache, dass sich nicht alle Beteiligten die Situation gleich vorstellten.

Der Bundesrat hat zudem angeordnet, die Machbarkeit der geplanten Massnahmen noch eingehender zu prüfen. Die Folgen einer Strommangellage und eines länger dauernden Stromausfalls wären sehr weitreichend, doch sie lassen sich nur schwer in grossem Massstab simulieren.

Der Bericht zur Strategischen Führungsübung 2009 wird Anfang September veröffentlicht, nachdem die Sicherheitspolitischen Kommissionen ihn zur Kenntnis genommen haben. Ebenfalls im September wird eine Broschüre SFU 09 herausgegeben, die der Öffentlichkeit die Krisensituation und die von der

Bundesverwaltung geplanten Massnahmen näherbringt. Sie wird auch das detaillierte Übungsszenario enthalten, das von allen öffentlichen oder privaten Führungsorganen, die diesen Krisenfall proben möchten, übernommen werden kann.

Adresse für Rückfragen:

 

Nicolas Mueller, Bundeskanzlei, Leiter KMA 

Tel. : 031 324 52 88